Gleichgewicht – Theorie (3)

Wie funktioniert das Training der Tiefenwahrnehmung und wie kann man sein Gleichgewicht kontrollieren?

06_Partner

Die Tiefenwahrnehmung funktioniert über den Sinn für Bewegungen und Stellung der Gelenke sowie den Sinn für den Spannungszustand in der Muskulatur.

Bewegungssinn
Obwohl der Spieler nicht sieht wie sich sein Bein bewegt, fühlt er den Bewegungsablauf. Der Spieler steuert und dosiert die angestrebte Bewegungsausführung über den Bewegungssinn in den Gelenken.

Stellungssinn
Mit dem Stellungssinn in den Gelenken kontrolliert der Spieler zum Beispiel die Fixierung des Fußgelenkes beim Schuss. Er spürt seine Fußhaltung und kontrolliert seine Schusstechnik, ohne auf die Füße zu sehen. Mit diesem Sinn lässt sich auch die Körperposition im Raum wahrnehmen und kontrollieren.

Kraftsinn
Rückmeldungen über den Spannungszustand der Muskulatur und die Spannungsverhältnisse im Körper runden den Sinn für Bewegung der Gliedmaßen und für die Körperhaltung ab.

Gleichgewichtssteuerung

  • Vestibuläre Informationen
  • Kinästhetische Informationen
  • Taktile Informationen
  • Visuelle Informationen
  • Akustische Informationen

Vestibuläre Informationen
Richtungs- und Beschleunigungsveränderungen des Kopfes

Kinästhetische Informationen
Raum-, Zeit- und Spannungsverhältnisse des Körpers, Muskelspannungsveränderungen, Ausmaß und Geschwindigkeit von Gelenkbewegungen

Taktile Informationen 
Druckverhältnisse auf der Hautoberfläche, Form und Oberfläche berührter Gegengenstände

Visuelle Informationen
Antizipation situativer Rahmenbedingungen, Bewegungen des Körpers im Raum  = Grundlage der Gleichgewichtsregulation

Akustische Informationen
Laute, Signale usw. während und zur Unterstützung der Bewegungsausführung

Weitere Infos und viele praktische Tipps für Ihr Training finden Sie in der DVD: „Gleichgewicht – Der Schlüssel zur Perfektion am Ball.“

DVD_Gleichgewicht